Welche Kosten verursacht ein Elektroauto?

Die Elektromobilität bahnt sich langsam aber sicher den Weg in unseren Alltag. Und damit stehen die Verbraucher vor der Entscheidung: jetzt schon ein E-Auto? Lieber doch noch abwarten und nochmal einen Benziner oder Diesel kaufen? Macht ein Elektrofahrzeug angesichts des persönlichen Fahrprofils überhaupt Sinn? Und besonders: mit welchen Kosten muss ich beim Betrieb eines vollwertigen E-Autos wie Renault Zoe, BMW i3 oder Tesla Model S rechnen? Spare ich Geld, oder wird es am Ende sogar teuerer für mich? Wieviel ist es mir wert, das ökologische Gewissen zu beruhigen?

Entsprechend Daten des Kraftfahrtbundesamtes waren 2010 in Deutschland 1.588 Elektrofahrzeuge zugelassen. 2014 hat sich diese Zahl auf 12.156 bereits mehr als versiebenfacht. In den folgenden zwei Jahren verdoppelte sich dieser Wert und bis 2017 hat er sich auf 34.022 annähernd verdreifacht.

Obwohl das eine bemerkenswerte Steigerung darstellt, ist ihre Zahl in Anbetracht von 45.8 Millionen in der BRD zugelassener Fahrzeuge verschwindend gering. Sie entspricht weniger als 0,1% des Gesamten. Zudem wurden bei dieser Auswertung auch Plug-In-Hybride und Fahrzeuge mit Brennstoffzellen mit vollelektrischen in den gleichen Topf geworfen.


Die Gesamtbilanz: wie teuer ist ein E-Auto über seine Lebensdauer?

Das E-Auto ist gesellschaftspolitisch erwünscht. Was die Regierungen hierzulande und auch weltweit dazu veranlasst, dessen Absatz mit Förderprogrammen und Vergünstigungen zu stimulieren. In Deutschland gehen die politischen und privatwirtschaftlichen Anreize derzeit vom
Damit wird der Kostendruck zwar abgemildert, lässt aber das Problem ungewisser Zusatzkosten zB

Was bringt und was kostet uns Elektromobilität?

Die Gesellschaft steht vor einem signifikanten Wandel in der Art der motorisierten Fortbewegung. Mithilfe der vielschichtigen Vernetzung von Menschen, Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur, der Kombination aus Individualverkehr und öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Mobilität insbesondere in Ballungsräumen grundlegend verändert werden. Ein elementarer Baustein in dieser neuen Verkehrslandschaft ist das Elektroauto.

Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million E-Autos auf deutsche Strassen zu bringen wird nicht zu erreichen sein. Dennoch, der Bestand an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen hat sich in Deutschland binnen der letzten 7 Jahre verzwanzigfacht. Und mit einem weiter wachsenden Modellangebot ist der - politisch gewollte und gesellschaftlich langsam akzeptierte - flächendeckende Umstieg in das E-Zeitalter nicht mehr allzu fern. Natürlich werden die über 40 Mio zugelassenen konventionellen PKWs noch lange Zeit das Strassenbild bestimmen. Die Notwendigkeit der Luftverbesserung in den Innenstädten, der Dieselskandal, die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit durch regenerative Energien - es gibt gute Gründe den Verbrennungsmotor in Frage zu stellen.

Aber ebenso viele Zweifel, was das neue Antriebskonzept angeht: Ist die Energie- und Umweltbilanz eines E-Autos wirklich sauberer? Was machen wir mit den verbrauchten Akkus? Kann der schnelle Aufbau der Ladeinfrastruktur überhaupt gelingen? Woher sollen wir die gewaltigen Strommengen nehmen, die eine immer größere Anzahl an Fahrzeugen benötigt? Wie sieht es mit den Arbeitsplätzen in der so wichtigen deutschen Automobilindustrie aus?

Autokostencheck.de versteht sich als Plattform, die das Thema frei von ideologischer Färbung aus wirtschaftlicher bzw. finanzieller Perspektive beleuchtet.