Teilkasko, Typklassen, Tarife - gesammeltes Wissen zur Kfz-Versicherung

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Die Kfz-Teilkaskoversicherung - Schutz des Fahrzeugs vor höherer Gewalt

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Die Teilkaskoversicherung ist eine Versicherung gegen Schäden am eigenen Fahrzeug. Sie deckt Zerstörung, Beschädigung oder Verlust ab, wenn sie durch folgende Umstände herbeigeführt worden sind: Brand oder Explosion, Diebstahl, Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruch, Schäden durch Kurzschluss in der Verkabelung, Marderbiss. Je nach Assekuranz und Vertrag ist dieser Leistungsumfang ausgeweitet, z.B. ist der Zusammenstoß mit allen Tieren mitversichert oder sind zusätzlich Marderbiss-Folgeschäden abgedeckt.

Was kostet die Teilkasko-Versicherungsprämie?

Die Beitragshöhe richtet sich nach der jeweils gültigen Teilkasko-Typklasse und der Teilkasko-Regionalklasse. Mittels dieser Klassen wird ein durchschnittliches Risiko für ein bestimmtes Fahrzeugmodell in einem bestimmten Zulassungsbezirk definiert. Anhand dieses Risikoprofils berechnet die Gesellschaft dann die Höhe des Beitrags. Außerdem lässt sich der Beitrag mit der Höhe der Selbstbeteiligung (SB) verändern, also des Anteils, den man bei jedem Schaden aus eigener Tasche bezahlt. Je höher die SB, umso stärker sinkt der Versicherungsbeitrag. Üblich bei der Teilkasko ist eine SB von 150 EUR, bei sehr niedriger Typklasse kann man auf den Selbstbehalt auch vollständig verzichten. Anders als bei der Kfz-Haftpflicht und der Vollkasko gibt es in der Teilkasko keine Berücksichtigung schadenfreier Jahre. D.h. man kann im Schadenfall nicht hochgestuft werden, erzielt aber auch keine günstigeren Prämien durch einen Schadenfreiheitsrabatt. Schließt man eine Vollkaskoversicherung für sein Auto ab, ist die Teilkaskoversicherung automatisch enthalten. Da es für Vollkasko eine SF-Berechnung gibt, kann z.B. bei SF25 der Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko nur minimal sein. In diesem Fall ist es anzuraten, aufgrund des viel größeren Leistungsumfangs die Vollkaskoversicherung zu wählen.



Wann soll man eine Teilkasko abschließen?

Da die Teilkasko-Versicherung das sehr unkalkullierbare Risiko von höherer Gewalt wie Sturm, Wildunfall, Diebstahl und Glasbruch abdeckt, ist sie grundsätzlich zu empfehlen. Ist das versicherte Fahrzeug bereits sehr alt oder verfügt über einen nur noch sehr geringen Marktwert - nach DAT oder Schwacke ermittelbar - steht die Teilkasko in Frage. Gerade wenn zusätzlich eine sehr hohe Teilkasko-Typklasse vorliegt, sollte man Risiko und Nutzen gegeneinander gut abwägen. Bei einer Teilkasko-Prämie von 500 EUR und einem Restwert des Fahrzeugs von 1000 EUR macht der Abschluss vermutlich wenig Sinn. Zumal die Teikasko auch nicht für Nutzungsausfall auskommt, d.h. man erhält für die Reparatur bzw. Widerbeschafungsdauer keinen Leihwagen zur Verfügung gestellt.