Kfz Versicherung und Leistungssteigerung bzw. Chiptuning

Abarth, AMG, Audi S und RS oder BMW M sind nur einige Markennamen, die leistungsbegeisterten Autofans das Herz höherschlagen lassen. Vielen Hobbytunern sind die Anschaffungs- und Unterhaltskosten (dabei besonders die Versicherung des Autos) der Werkstuner allerdings zu hoch und nicht jedem ist ein solches Auto auch individuell genug.

Der Zusammenhang zwischen Chiptuning und der Kfz Versicherung

Optik und Leistung sind die entscheidenden Faktoren jedes Tuning-Liebhabers. Ob Sportfahrwerke, Spoiler oder auch Motorentuning, die Beliebtheit das eigene Auto zu tunen ist nach wie vor ungebrochen. Eine Tuningmaßnahme, die in den letzten 10 Jahren immer beliebter wurde ist das Chiptuning. Mit relativ geringem Aufwand und überschaubaren Kosten lassen sich hohe Leistungssteigerungen erzielen.

Unabhängig von der Art des Tunings gibt es dabei aber einige Dinge zu beachten. Jegliche Änderung am Fahrzeug hat Folgen. Eine Sportauspuffanlage erhöht beispielsweise das im Fahrzeugschein eingetragene Stand- und Fahrgeräusch. Ein Chiptuning erhöht neben der Leistung ggf. auch die Höchstgeschwindigkeit. Negative Konsequenzen können sein, dass die vorhandene Bremsanlage bzw. Reifen und Fahrwerk der Mehrleistung nicht gewachsen sind. Es ist darum laut StVO Vorschrift, annähernd jede Änderung eines Fahrzeugs vom TÜV abnehmen und in die Fahrzeugpapiere eintragen zu lassen. Wer das unterlässt, riskiert nicht nur das Erlöschen der Betriebserlaubnis, sondern im schlimmsten Fall auch den Verlust des Versicherungsschutzes, denn auch dem Versicherer müssen Änderungen am Fahrzeug mitgeteilt werden. Der abgeschlossene Kfz Versicherungsvertrag basiert auf dem anfänglichen Zustand des Fahrzeugs. Wird der maßgeblich verändert kann es dazu kommen, dass der Versicherungsschutz nicht mehr gegeben ist. Das betrifft insbesondere leistungsfördernde Änderungsmaßnahmen.

Der Grund: mit höherer Motorleistung findet eine sogenannte "Gefahrenerhöhung" statt welche zur Folge hat, dass das Kfz in eine höhere Typklasse eingestuft wird. Durch die erhöhte Typklasse steigt auch die Versicherungsprämie. Einige Unternehmen lehnen die Versicherung eines leistungsgesteigerten Pkw grundsätzlich ab. Ist das Tuning der Gesellschaft nicht bekannt und kommt es dadurch zu einem Unfall reguliert die Haftpflichtversicherung zwar den Schaden, sie kann jedoch anschließend Regressansprüche von bis zu €5.000 stellen. Das Versicherungsunternehmen hat auch das Recht die Versicherungspolice fristlos zu kündigen. Im Fall eines Kaskoschadens kann es eine Regulierung des Schadens auch komplett oder teilweise verweigern. Der Versicherungsnehmer bleibt dann trotz Kaskoschutz auf den Reparaturkosten sitzen.




Muss der Versicherung eine Leistungssteigerung mitgeteilt werden?

Ja, unbedingt. Eine enge Zusammenarbeit mit der Versicherung ist bei Tuning das A und O. Jeder Tuningliebhaber sollte seine Versicherung stets über Veränderungen am Fahrzeug auf dem Laufenden halten. Das gilt für technisches wie auch optisches Tuning.