3 Tipps für Fahranfänger: sicher und günstig Autofahren

Den Führerschein endlich in der Tasche träumen junge Fahranfänger von PS-starken Autos und freuen sich auf rasante Autobahn- und lange Überlandfahrten. Doch der Verkehr auf Deutschlands Straßen hat in den letzten Jahren massiv zugenommen, Stau ist die Regel. Einen Zuwachs von 4 % im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet die Staubilanz 2017 auf Adac.de. Tag für Tag stehen Autos auf einer Länge von 4.000 Kilometern.

Mit rasanten Autobahnfahrten, die ohnehin zu den gefährlichsten Aktivitäten gehören, die Fahranfänger meiden sollten, ist es dann nicht weit her. Die Unfallgefahr auf überfüllten Autobahnen ist ungleich höher für Fahranfänger, die noch keine Routine mit dem fahrbaren Untersatz haben. Die fehlende Routine ist übrigens einer der Gründe, warum die Versicherung für Autos von Führerschein-Neulingen vergleichsweise hoch ist.



Tanken ist teuer geworden. Je nach Spritpreis und Tankgröße kostet die Füllung zwischen € 50 und € 150.


Autofahren ist teuer: Versicherung, Unterhalt, Reparatur - es kommt einiges zusammen. Dieser Beitrag liefert Tipps und Tricks nicht nur für Fahranfänger, um beim Autofahren kräftig zu sparen.

Tipp 1: Das richtige Fahrzeugmodell auswählen

Es gibt Autos, die teuer in der Anschaffung und im Unterhalt sind und es gibt Fahrzeuge, die zu den Sparmodellen gehören. Wer ein neues oder gebrauchtes Auto kauft und sparen will, solle sich zuerst über diese Kosten informieren. Der Autokostenrechner für Autos mit den niedrigsten Unterhaltskosten hilft dabei, das richtige Modell zu finden. Die Ergebnisse richten sich nach der Schadensfreiheitsklasse, der Art der Versicherung (Vollkasko oder Teilkasko), der jährlichen Fahrleistung und natürlich danach, ob du einen Kleinwagen oder einen SUV fahren willst. Hier eine Liste, die beispielhaft die durchschnittlichen monatlichen Unterhaltskosten günstiger kleiner Fahrzeugmodelle mit SF 0, Teilkasko und Fahrleistung bis 10.000 km zeigt:
  • Smart Fortwo Electric Drive ab € 90
  • VW E UP! Ab € 100
  • Citroen C Zero ab € 103
In der Kompaktklasse wird es schon deutlich teurer:
  • VW Golf Citystromer € 138
  • Opel Astra H CC Caravan € 144
  • Volvo C30 Electric € 154
Wenn du dich für ein Fahrzeug aus der Mittelklasse entscheiden würdest, kommst du unter € 170 fast nicht weg.
  • Wartburg 1/3 € 167
  • Skoda Octavia 1,6 LPG € 173
  • VW Passat Variant 1,9 TD € 174


Die Spritpreise, auch an freien Tankstellen wie hier, bewegen sich in den letzten Jahren auf konstant hohem Niveau.




Tipp 2: Die richtige Versicherung abschließen

Versicherung ist nicht gleich Versicherung. Es gibt günstige und teure Anbieter, günstige und teure Tarife. Angenommen, du willst die Versicherung auf deinen eigenen Namen abschließen, dann wirst du generell in die teure Schadensfreiheitsklasse SF 0 eingestuft. Erst, wenn du mindestens 3 Jahre deinen Führerschein hast, erfolgt die Einstufung in SF ½. Schließt du die Versicherung aber nicht auf deinen eigenen Namen ab, sondern springen Mutter, Vater, Onkel oder Tante ein, dann kannst du damit rechnen, dass die Versicherung günstiger ausfällt. Die Experten von Autoversicherung-Vergleich.info erklären, welche Aspekte sonst noch Einfluss auf die Höhe der Versicherungsprämie haben:
  • Die Typklasse des versicherten Fahrzeugs
  • Der Ort der Anmeldung (=Zulassungsbezirk)
    Beachte: Die Anmeldung darf nur am Haupt-, nicht am Zweitwohnsitz erfolgen!
  • Das Alter des Versicherungsnehmers sowie das Alter des jüngsten Fahrers und des jüngsten Kindes im Haushalt
  • ob der Versicherungsnehmer Immobilien besitzt
  • ob der Versicherungsnehmer eine Bahncard oder eine Jahreskarte für den ÖPNV besitzt.

Zudem kannst du dort die Gründe für die genannten Aspekte nachlesen und eine geeignete Assekuranz für dein Fahrzeug ermitteln. Dazu musst du Auskünfte zu den oben aufgeführten Punkten geben und ein paar weitere Informationen einpflegen. Am Ende erhältst du eine Übersicht von Versicherungen unter Angabe der Prämien und kannst die auswählen, die am besten in dein Budget passt. Du solltest den Versicherungsvergleich nicht vornehmen, ohne unseren Beitrag "Spartipps für Fahranfänger" zu lesen. Dieser erklärt dir ausführlich, wie du zum günstigsten Angebot kommst.

Wer clever fährt, schont Umwelt und Geldbeutel.


Tipp 3: Spritsparende Fahrweise etablieren


Wer mit dem sprichwörtlichen "Bleifuß" fährt, der tritt das Gaspedal voll herunter und verschwendet viel Treibstoff. Der Zeitvorteil, den schnelles Fahren mit sich bringt, ist meistens viel geringer, als man vermutet. Der Spritverbrauch aber sehr viel höher. Beispiel:
Wer mit 130 km/h bei einem Verbrauch von 6,5 Litern 100 km zurücklegt, der benötigt 46 Minuten. Bei einem Literpreis von € 1,40 kostet die Strecke € 9,10. Wenn der Fahrer auf das Gaspedal drückt und mit 160 km/h und einem Spritverbrauch von 11,5 Litern fährt, dann benötigt er für die Strecke 38 Minuten und zahlt dafür € 16,10. Die Zeitersparnis beträgt mit 8 Minuten gerade einmal 15,5 %, die Mehrkosten mit € 7 entsprechen einer Steigerung von 76 %. Ein krasses Missverhältnis.
Das Beispiel zeigt, dass du durch deine Fahrweise den Spritverbrauch und damit die Höhe der Spritkosten massiv beeinflusst. Der Verschleiß ist bei dieser Rechnung noch gar nicht berücksichtigt und kommt rein rechnerisch noch oben drauf. Denn, wenn das Fahrzeug regelmäßig bis an die Leistungsgrenzen herangeführt wird, dann nutzen sich Reifen, Bremsen, Kupplung etc. schneller ab und die Reparaturkosten steigen. Willst du wissen, welche Fahrweise spritsparend ist? Geldwerte Tipps zum Spritsparen sind beim Verkehrsclub Deutschland e.V. unter vdc.org zu finden. Hier kommen vier Tipps, die sofort für Geldersparnis sorgen:

  • Ist das Fahrzeug kalt, sollte es langsam warm gefahren werden. Je schonender der Umgang mit dem Auto, desto niedriger der Spritverbrauch.
  • Konstant zu fahren senkt den Spritverbrauch. Je besser es gelingt, Geschwindigkeitsunterschiede zu vermeiden, desto weniger Sprit braucht das Auto. Beispiel: Fuß vom Gas, wenn die Ampel auf Rot springt, das Auto bis zur Haltelinie rollen lassen und die Motorbremse einsetzen (runterschalten, statt das Bremspedal bedienen). Das schont die Bremsen und der Benzinverbrauch sinkt.
  • Früh hochschalten und spät runterschalten. Ziel ist, den Motor im optimalen Drehzahlbereich zu halten. Welcher das ist, steht in der Bedienungsanleitung. Bei Kleinwagen wie einem Toyota Yaris liegt der optimale Drehzahlbereich bei 2000 U/min.
  • Motor aus bei langen Wartephasen. Steht das Fahrzeug minutenlang vor einer roten Ampel oder vor der geschlossenen Bahnschranke, dann ist das Abschalten des Motors sinnvoll. Bei kurzen Wartephasen jedoch ist es kontraproduktiv. Wir der Motor oft ein- und ausgeschaltet, dann wird er stärker strapaziert und verschleißt früher. Das gilt auch für die Batterie. Eine neue Batterie zu kaufen vernichtet die mögliche Spritersparnis durch häufiges Aus- und Einschalten im Nu.


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