Welche Kosten verursacht ein Elektroauto?

Die Elektromobilität ist mittlerweile fest in unserem Alltag verankert und immer mehr Menschen ziehen den Kauf eines Elektroautos in Betracht. Dies führt zu einer Reihe von Fragen: Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für den Umstieg auf ein Elektroauto? Wie passen Elektroautos zu individuellen Fahrprofilen? Und welche Kosten sind mit dem Betrieb eines Elektroautos, wie dem VW ID.3, BMW i4 oder Tesla Model Y verbunden?

Laut dem Kraftfahrtbundesamt hat sich die Zahl der in Deutschland zugelassenen Elektroautos von 1.588 im Jahr 2010 auf über 1,01 Millionen bis Ende 2022 erheblich erhöht. Trotz dieses beachtlichen Wachstums stellen sie im Vergleich zu den insgesamt 48,5 Millionen zugelassenen Fahrzeugen in Deutschland Ende 2022 noch immer einen geringen Anteil dar.





Die Gesamtkosten eines Elektroautos über seine Lebensdauer

Elektroautos sind politisch gewünscht, und Regierungen weltweit setzen Anreize zur Förderung des Verkaufs von Elektroautos.

Trotz dieser Anreize gibt es zusätzliche Kosten, die berücksichtigt werden müssen. Zum Beispiel liegt der Stromverbrauch, abhängig von den individuellen Fahrbedingungen, zwischen 15 und 30 kWh pro 100 Kilometer. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von etwa 43 Cent pro kWh liegen die Stromkosten also zwischen 6,45 Euro und 12,90 Euro pro 100 Kilometer.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Batterie. Obwohl die Lebensdauer von Batterien ständig verbessert wird, kann ein Austausch notwendig werden. Die Kosten hierfür variieren je nach Modell, können aber schnell auf deutlich mehr als 10.000 Euro steigen.

Darüber hinaus kann der Kauf und die Installation einer Wartungsarbeiten am Elektroauto sind zwar oft günstiger als bei herkömmlichen Autos, da weniger mechanische Teile vorhanden sind, sollten aber trotzdem einkalkuliert werden.

Was bringt und was kostet uns Elektromobilität?

Die Gesellschaft steht vor einem signifikanten Wandel in der Art der motorisierten Fortbewegung. Mithilfe der vielschichtigen Vernetzung von Menschen, Fahrzeugen und Verkehrsinfrastruktur, der Kombination aus Individualverkehr und öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Mobilität insbesondere in Ballungsräumen grundlegend verändert werden. Ein elementarer Baustein in dieser neuen Verkehrslandschaft ist das Elektroauto.

Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung, bis 2020 eine Million E-Autos auf deutsche Strassen zu bringen wird nicht zu erreichen sein. Dennoch, der Bestand an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen hat sich in Deutschland binnen der letzten 7 Jahre verzwanzigfacht. Und mit einem weiter wachsenden Modellangebot ist der - politisch gewollte und gesellschaftlich langsam akzeptierte - flächendeckende Umstieg in das E-Zeitalter nicht mehr allzu fern. Natürlich werden die über 40 Mio zugelassenen konventionellen PKWs noch lange Zeit das Strassenbild bestimmen. Die Notwendigkeit der Luftverbesserung in den Innenstädten, der Dieselskandal, die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit durch regenerative Energien - es gibt gute Gründe den Verbrennungsmotor in Frage zu stellen.

Aber ebenso bestehen viele Zweifel, was das neue Antriebskonzept angeht: Ist die Energie- und Umweltbilanz eines E-Autos wirklich sauberer? Was machen wir mit den verbrauchten Akkus? Kann der schnelle Aufbau der Ladeinfrastruktur überhaupt gelingen? Woher sollen wir die gewaltigen Strommengen nehmen, die eine immer größere Anzahl an Fahrzeugen benötigt? Wie sieht es mit den Arbeitsplätzen in der so wichtigen deutschen Automobilindustrie aus?

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