Zahlungsarten für eine Kfz Versicherung

Bei Abschluss einer Kfz Versicherung hat jeder Versicherungsnehmer die Wahl. Er kann den Betrag selber und zum in der Rechnung festgelegten Zahlungstermin überweisen oder er erteilt der Versicherungsgesellschaft eine Einzugsermächtigung mit der sie die Beiträge regelmäßig abbuchen kann.

Die Kfz Versicherung bucht nicht ab

Die erste Beitragszahlung an die Versicherung ist die wichtigste. Gemäß Versicherungsrecht, konkret §33 Absatz 1 und §37 Absatz 2 des VVG (Versicherungsvertragsgesetz) hat sie unverzüglich nach Ablauf von 14 Tagen nach Zugang des Versicherungsscheins zu erfolgen. Geschieht das nicht, ist die Versicherung im Schadensfall nicht dazu verpflichtet für Kosten aufzukommen. Sie ist auch dazu berechtigt vom Vertrag zurückzutreten, solange der Grund der nicht erfolgten Zahlung beim Versicherungsnehmer liegt. Damit wäre das Auto nicht mehr versichert. Inwieweit diese Regelungen gelten ist im jeweiligen Versicherungsvertrag beschrieben. Viele Gesellschaften gewähren einen vorläufigen Versicherungsschutz ab dem vereinbarten Vertragsbeginn.

Besitzt die Versicherung eine Lastschrifteinzugsermächtigung (SEPA Mandat), wird der Erstbeitrag in der Regel nach sechs Wochen abgebucht. Zu der üblichen Zahlungsfrist von rund vier Wochen kommen zwei Wochen in der das Widerrufsrecht gilt und vom abgeschlossenen Vertrag zurückgetreten werden kann. Damit es zu keinem Zahlungsverzug kommt sollte die Police genau durchgelesen werden, denn in einigen Fällen muss der erste Betrag selbst überwiesen werden. Erst die Folgebeiträge werden anschließend automatisiert vom Konto eingezogen.

Bleibt die Abbuchung aus sollte man nicht warten, sondern nach dem Grund suchen. Häufige Ursachen sind Tippfehler bei den weitergegebenen Kontodaten oder ein zwischenzeitlich erfolgter Bankwechsel. Die Korrektheit der Daten lässt sich im Vertrag bzw. im Onlinekonto der Versicherung schnell prüfen. Ein weiteres mögliches Problem ist eine mangelnde Kontodeckung zur Zeit des Lastschrifteinzugs. Misslingt der Einzug aus diesem Grund erfolgt zwei bis drei Wochen später ein erneuter Versuch bei dem auch Mahngebühren erhoben werden.

Natürlich kann der Grund auch bei dem Versicherungsunternehmen liegen. Es ist darum ratsam möglichst zeitnah nachzufragen. Wurden Beiträge zuvor erfolgreich abgebucht ist der Versicherungsnehmer nicht dazu verpflichtet den zuletzt nicht abgebuchten Betrag selbst zu überweisen, außer es erfolgt eine schriftliche Aufforderung.



Was tun, falls die Versicherung die Beiträge nicht abbucht?

Wurde das Geld nicht abgebucht sollte der Versicherungsvertrag bzgl. der Abbuchungsfristen geprüft werden. Ein nicht erfolgter Einzug kann unterschiedliche Gründe wie mangelnde Deckung oder technische Probleme haben. Es ist darum empfehlenswert, die Versicherung selbst zu kontaktieren um auf ein mögliches Problem hinzuweisen.


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